Kürzlich unterhielt ich mich mit einem Freund über Parfums. Er ist ein absoluter Parfum-Liebhaber und geht gerne in Parfümerien, um neue Düfte auszuprobieren. Dabei sagte er wie nebenbei, dass er allerdings nur zwei bis drei Düfte pro Tag ausprobieren könnte, da er sonst starke Kopfschmerzen bekäme. Und ja, Kopfschmerzen ist eine sehr häufige Nebenwirkung "normaler", also größtenteils synthetischer Parfums, die zu den Top 5 Allergenen weltweit gehören.
Synthetische Duftstoffe werden auf Petroleumbasis hergestellt
Duftstoffe werden normalerweise auf Petroleumbasis hergestellt. Von den 3.000 synthetischen Molekülen, die zur Herstellung von Parfums verwendet werden, wurden mehr als 1.200 als „besorgniserregende Chemikalien“ gekennzeichnet. Von diesen 1.200 sind sieben bekanntermaßen krebserregend. Besonders besorgniserregend sind endokrine Disruptoren, die menschliche Hormone nachahmen und zu einer abnormalen Zellreproduktion führen. Diese können bereits in kleinsten Dosen Wirkung zeigen.
Die gesundheitlichen Risiken reichen von leicht bis schwer. Synthetische Duftstoffbestandteile werden mit Krebs in Verbindung gebracht, insbesondere mit hormonell bedingten Krebsarten wie Brust-, Eierstock- und Prostatakrebs. Es ist bekannt, dass sie Atemwegserkrankungen wie Asthma und verschiedene allergische Reaktionen verursachen können. Wissenschaftler haben den Zusammenhang zwischen synthetischen Duftstoffen und neurologischen Problemen wie Kopfschmerzen, Schwindel und Gerhirnnebel festgestellt, insbesondere wenn junge Menschen solchen Inhaltsstoffen ausgesetzt sind. Durch hormonstörende Inhaltsstoffe können chemische Duftstoffe zu Reproduktionstoxizität führen, das Risiko von Geburtsfehlern erhöhen und die Spermienzahl verringern.z
Warum verwenden Hersteller synthetische Duftstoffe anstatt natürlicher?
Die Antwort ist wie immer simpel & ernüchternd. Es ist der Kostenfaktor. Echte ätherische Öle werden in einem aufwendigen Destillationsprozess oder in einem Kaltpressverfahren hergestellt. Hier mal ein Rechnung am Beispiel von ätherischem Ylang Ylang Öl, das in der Parfümerie sehr beliebt ist. Ylang Ylang stammt von einem 20 Meter hohen Baum in Indonesien. Verwendet werden die Blüten, die von Hand vor dem Sonnenaufgang gepflückt werden. Die Gewinnung des Öls erfolgt mittels einer aufwendigen Destillation. Für einen Liter ätherischen Öls werden zwischen 50 bis 60 kg frische Blüten benötigt. Die Kosten für natürliche ätherische Öle ist deshalb ungleich höher als deren synthetisches Äquivalent. So wird klar, warum die meisten Hersteller auf synthetische Duftstoffe zurück greifen.
Die Sache mit dem Alkohol
Auch in der Basis eines Parfums, nämlich dem Alkohol, gibt es extreme Unterschiede. „Normale“ Parfums basieren auf denaturiertem Alkohol. "Denaturiert" heißt, dass es sich um Alkohol handelt, der mithilfe von Chemikalien "vergiftet" wurde, so dass er nicht mehr konsumierbar ist. So wird die Alkoholsteuer gespart. Natürlich ist es dennoch schlecht, diesen chemisch angereicherten Alkohol auf die Haut aufzubringen. Wir bei Maison Mallorquine nutzen einen Bio-Alkohol, der nicht weiter verarbeitet wurde.